Samstagmorgen


Saturday Morning

 

Ein kleiner Sonnenstrahl hat sich in mein Auge verirrt. Wie ist das möglich? Ich schlafe doch noch! Trotzdem! Er glitzert und glänzt in meinem Augenwinkel und kitzelt mich solange, bis ich es öffne. Ein Auge auf!

 

Ach ja, heute ist Samstag. Der schönste Tag der ganzen Woche. Ich habe Zeit. Ich darf schlafen, solange ich möchte. Ich schlafe soo gerne! Und ich habe das ganze Wochenende noch vor mir - wie wunderbarlich!

 

Ich höre auf deinen Atem, gleichmäßig und ruhig - beruhigend, liegst du neben mir und träumst noch. Es ist auch erst 7 Uhr und ich bin normalerweise um diese Zeit so hundemüde. Heute nicht! Heute dürfte ich schlafen und bin so munter!

 

Ich stehe auf und tappe in die Küche, trinke einen Schluck Milch. Ich liebe Milch, schlecke wie ein Kätzchen die letzten Tropfen von meinen Lippen. Dann weiter ins Bad. Einen Schwall kaltes Wasser ins Gesicht. So schön kühl! Zurück ins Schlafzimmer - zu dir!

 

Wie schön du bist. Du liegst so entspannt, so gelöst und… graziös - ein seltenes Wort für einen Mann, aber es stimmt! Ich liebe dich so sehr - gerade fällt es mir wieder ein! Ich kuschle mich in mein Bett - neben dich, rücke dicht an dich heran. Du riechst so gut, mein Liebster!

 

Schnuppernd krieche ich näher, lege meine Hand auf deinen Arm. Deine Haut fühlt sich so weich an, so zart. Ich knete die Muskeln unter der Haut. Eigentlich möchte ich ganz woanders hinfassen. Ganz anderes Fleisch spüren - zwischen meinen Fingern. Soll ich?

 

Auch du musst immer früh aufstehen. Auch du könntest jetzt schlafen. Du brauchst deinen Schlaf. Vielleicht doch nicht?! Aber dann drehst du dich um - reckst mir deinen Rücken herüber, deinen Po. Nur eine dünne Seidendecke verhüllt mir dein Hinterteil.

 

Meine Hand fragt nicht. Sie krabbelt zu dir unter die Decke, schmiegt sich um deine Backen, fühlt die warme Haut und die feste Muskulatur. Schiebst du dich noch dichter zu mir herüber? Oder ist das jetzt Wunschdenken? Meine Finger tasten, streicheln zärtlich, umschmeicheln dich, gleiten tiefer hinunter zwischen deine Beine.

 

Du hast schöne Beine! Dich anzufassen ist einfach zu schön. Ich genieße dich. Bist du schon wach? Ach, es ist egal - ich tue es nicht nur für dich - ich tue es für mich! Und jetzt muss ich doch ein bisschen tiefer rutschen, diese störende Decke wegschieben. Das Auge isst ja auch mit - schließlich und endlich.

 

Du bist doch wach! - Heuchler! Du drehst dich zu mir und tust, als wäre alles nur ein Traum. Für dich ist es das auch - soll es das auch sein! Ich bin deine Traumfrau und erfülle Wünsche! Was sind deine Wünsche? - Als ob ich das nicht wüsste! Ich weiß es genau, denn rein zufällig stimmen sie mit meinen überein.

 

Was ich hier zu sehen bekomme! Wunderbar! Ich kann einfach nicht widerstehen. Ich muss da jetzt hinfassen! Dich anfassen, berühren, halten, drücken, mich noch näher schieben, schnuppern - vielleicht auch noch mehr! Meine Zunge leckt neugierig über meine Lippen. Sie schmecken immer noch ein bisschen nach Milch.

 

Wie deine „Milch“ wohl schmeckt? Als wenn ich das nicht ganz genau wüsste! Aber ich sollte es vielleicht nachprüfen. Vielleicht hat sich ja etwas geändert. Du schmeckst ja nicht immer gleich! Wie schmeckst du wohl heute?

 

„Was steht denn heute auf der Tageskarte?“, frage ich leise. Du machst ein Auge auf und siehst mich fragend an. Klar! War ja auch eine doofe Frage. Trotzdem grinst du plötzlich. Du kennst mich wirklich gut: „Zuckerhut!“ Ich muss lachen. Es ist schön mit dir zu lachen.

 

Aber jetzt muss ich ihn mir doch holen. Ich will nicht länger warten, kann es nicht. Zärtlich leckt meine Zunge die Spitze. Noch ist nicht alles so, wie du es möchtest - aber es ist genauso, wie ich es liebe. Sanft sauge ich dich ein, umschließe dich mit meiner Wärme. - Das ist der magische Moment. Ich schließe die Augen und fühle nur noch. Ich spüre, wie du reagierst - wie ES in dir reagiert.

 

Die Lust, die immer da ist - in dir und mir - sie glüht. So wie ein Holzscheit plötzlich aufleuchtet, wenn man zärtlich bläst - so leuchten wir auf - in diesem Augenblick.  Glühende Hitze! Und dann entspringt genau an dieser Stelle eine helle Flamme. Lodert auf - macht dir bewusst, was es heißt Lust zu verspüren. „Jaaahhhhhh!“ - Was ist das für ein Gefühl! Ich würde stöhnen vor Genuss - wenn ich das momentan könnte. Mein Liebster streckt sich, dehnt sich aus, wächst in mich hinein. Es gefällt ihm - da wo er ist. Er will noch mehr - noch tiefer - ganz in mich eindringen.

 

Aber du kannst es! Dein Stöhnen treibt mein Blut hinunter - tief in meinen Leib. Ich spüre meine Lust - meine Gier nach dir, nach deiner harten, zuckenden Lanze, die sich doch so glatt und weich anfühlt - zwischen meine Lippen, auf meiner Zunge. Warum hast du nicht noch so ein Wunder? So ein zauberhaftes Liebesspielzeug für mich? Ich will dich zweimal. - Doppelte Lust!

 

Ich habe keine Ahnung wie ich das jetzt machen soll. Will dich spüren. Hier und auch dort! Ich drehe mich, hebe mich auf die Knie, spreize meine Schenkel - aber ich verlasse dich nicht. Kann mich nicht trennen. Kühle Luft streichelt mich dort - wie der Atem, den du mir schenkst. Ich spüre, wie feucht ich bin - an dieser Stelle, die laut schreit vor Sehnsucht nach dir. Nach deiner Hand, deiner Zunge und auch nach dem, was ich nicht hergeben will!

 

Meine Lippen passen sich an, streichen über samtige Haut. Es gibt nichts anderes auf der Welt, das sich so anfühlt! Ich taste, streiche sanft, erkunde die Form, die hinreißend samtige Oberfläche. Umrunde dich - den prallen Spross deiner Lust, der nicht wie andere Pflanzen zur Oberfläche drängt - zum Sonnenlicht, sondern tief hinein ins Erdreich - tiefer hinab - zur Muttererde, in den Schoß der Dunkelheit - in die Gefilde der Sinnlichkeit und Lust - hinunter -  zum Höhepunkt der Ekstase.

 

Klingt das paradox? Ich weiß es nicht! Für mich ist es logisch! Jetzt ist es logisch. Du in mir! Dein Geschmack auf meiner Zunge. Dein lustvolles Stöhnen in meinen Ohren. Deine Härte und meine Sanftheit. Gemeinsam ist es - der Gipfel des Lebens. Nur zusammen erreichen wir ihn - den Höhepunkt unserer Leidenschaft.

 

Ich will dich! Wie lustvoll glatt, wie ebenmäßig, und doch kann ich jede Ader spüren, jedes Gefäß, das dein Blut drängend weitet. Dein Herz pumpt stürmisch den Saft des Lebens - mir entgegen. Füllt das Instrument der Liebe - für mich!

 

Ich will dich ganz! Meine Zunge leckt genüsslich deine dicke, pralle Eichel - schiebt sich unter die Haut, drückt sie beiseite. Zärtlich helfen meine Finger nach - ziehen behutsam. Ich höre deine Seufzer - die mich rufen, die mir zeigen was du fühlst. Langsam schiebe ich deine gierige Spitze tiefer. Hinein - zwischen meine Zähne, lasse sie reiben, kratzen - dich reizen - verrückt machen - bis zur Ekstase. Ich weiß, dass du das liebst!

 

Ich will alles - für dich! Doch dann spüre ich deine Finger! Einer nur, einer… berührt vorsichtig meine Sehnsucht. Seine Spitze reibt, drückt, gleitet hinein. Öffnet die lieblichen Falten, kehrt zurück, rutscht höher hinauf. Ich stöhne und instinktiv sauge ich mich fest. Dein Körper bäumt sich auf unter mir. Zuckend stößt du zu - und immer noch kreist dieser einzige, wahnsinnig machende Finger um den gierigen, kleinen Mittelpunkt meiner Lust. „Jaahh! - Oh jaahh!“ Dein Flehen erreicht mein Herz.

 

Für dich! Mein Mund verengt sich, reibt und stößt. Reizt deine Gier bis zur Unendlichkeit. Sanft umfasse ich deine Hoden und massiere. Schneller - immer schneller! Deine Stöße werden härter - ungeduldiger. So wie dein Finger, der jetzt in mich eindringt, tief hineinstößt, der von mir Besitz ergreift und mir den Takt vorgibt. Ich folge deiner Sehnsucht. Bin nur noch Lust - will nur noch Lust - deine und meine!

 

Ich presse deine Hoden fest zusammen, strecke meine Finger und drücke dazwischen. Ich weiß es genau, was du empfindest. Ich weiß, was du ersehnst. Für dich... dränge, schiebe ich mich tiefer und sauge dich in mich hinein. „Jaaaaaaahhhhhhhh!“ Dein markerschütternder Schrei ist mein Lohn. Du bäumst dich auf, stößt mir deine Lanze entgegen, tief in meinen Mund, und ich spüre dein Zucken, fühle, wie die Explosion dich schüttelt. Deine Hand drückt hinein, stößt noch einmal - löst sich, gibt frei, lässt los. Ich schmecke dich, lecke den Saft deiner Erlösung von dir und lächle, als ich dein Beben spüre. Du hattest Recht, mein Schatz! - Zuckerhut! –

 

Was für ein wunderschöner Morgen!

 

 

 

© BvS                                                                                                        Ihre Meinung?